Samstag, 29. Dezember 2012

Sidekick Part 18 – Stinkstiefel eliminiert (29.12.2012)



Kehraus in Raleigh – Canes entlassen 7 Spieler!

Ein gewaltiges Erdbeben erschüttert Raleigh. GM Weber „säubert“ den Stall und schickt nicht weniger als sieben Spieler in die Wüste. Aber erst mal der Reihe nach.

Es war nach dem letzten Spiel, am 27.12., um genau zu sein. Die Canes hatten eben das Heimspiel gegen die Nucks deutlich mit 2:6 verloren. GM Weber war massiv ausser sich. Ordnete rund 2 Stunden nach Spielende eine „Eissitzung“ an; gefürchtet von den Spielern, denn GM Weber bat hier sicher nicht zum Kaffeekränzchen.

5 Spieler erschienen erst gar nicht zum Meeting und 2 Akteure meinten es sei schlau zu spät zu kommen. Irrtum. GM Weber eröffnete den 2 Nachzüglern umgehend und vor versammelter Mannschaft die Entlassung bzw. den Trade zu einem anderen Team. Chris Kunitz und Craig Anderson mussten innert 30 Minuten den Spind räumen und der Materialwart chauffierte die beiden direkt zum Flughafen. Oneway nach St. Louis in der Holzklasse das Verdikt.

Die anderen fünf Spieler; Kyle Brodziak, Brandon Saad, Steve Downie, Ray Whitney und Johnny Oduya bekamen ebenfalls ihr Fett ab.

Brodziak und Saad wurden zu den Ducks getradet, Steve Downie und Ray Whitney ebenfalls zu den Blues geschoben und Oduya darf sich in Calgary nach einer neuen Bleibe umsehen. Allen Spielern teilte GM Weber am Morgen des 28.12., noch vor dem offiziellen Eistraining, persönlich und jeweils unter vier Augen die Zukunft mit. Alle Spieler bis auf Whitney nahmen die „Kündigung“ sehr stoisch und gelassen. Steve Downie monierte zwar kurz, wurde aber in die Schranken gewiesen. Ray Whitney versuchte sich noch zu erklären, blitzte aber beim Verantwortlichen der Canes kühl ab. Whitney hatte noch im November ein Stück Land in unmittelbarer Nähe des Trainingsgeländes erstanden und wollte im Frühling ein Haus bauen und sich mit seiner Familie niederlassen. Dies liess GM Weber kalt und „erklärte“ Whitney was er davon hielt.

Nach dem Eistraining (eine lockere Angelegenheit unter der Leitung von Teamleader Chad LaRose) bat GM Weber die übriggebliebenen Spieler zum Brunch. Er stellte allen Spielern die Vertrauensfrage. Geschlossen stellten sich die verbliebenen 16 Männer hinter das Team und die Organisation. Damit der Kader wieder einsatzfähig wird holte GM Weber folgende Spieler ins Boot:

Torhüter (2)
Cam Ward (bisher)
Justin Peters (bisher)

Verteidigung (8)
Chris Butler (Calgary Flames)
Tim Gleason (bisher)
Erik Gustafsson (Charlotte Checkers / AHL)
Jay Harrison (bisher)
Roman Josi (bisher)
Joni Pitkänen (bisher)
Corey Potter (bisher)
Marc Staal (bisher)

Angriff (13)
Chris Bourque (bisher)
Mike Connolly (Charlotte Checkers / AHL)
Colin Fraser (bisher)
Tomas Kubalik (Charlotte Checkers / AHL)
Chad LaRose (bisher)
Tuomo Ruutu (bisher)
Teemu Selänne (St. Louis Blues)
Jerred Smithson (bisher)
Eric Staal (bisher)
Jordan Staal (bisher)
Joel Ward (St. Louis Blues)
Matt Watkins (bisher)
Jeremy Welsh (Charlotte Checkers / AHL)

Mit den ganzen Transfers verfügen die Canes jetzt vor allem über viele Draftrechte. Im Sommer 2013 soll der Neuaufbau beginnen; wir dürfen gespannt sein.

GM Weber war für ein Interview nicht zu gewinnen; wichtige Termine liessen Ihn entschuldigen. Aus dem schriftlichen Communiqué war nur noch folgende Ergänzung zu erwähnen

Das neue Saisonziel der Canes wurde von den verantwortlichen wie folgt definiert:
„Geht aufs Eis und zeigt mit Freude und Kampfeswillen den Fans ehrliche und harte Arbeit – Playoffs sind Zugabe und nicht primär!“

Freitag, 14. Dezember 2012

Sidekick Part 17 – Halbzeit (14.12.2012)



Saad mit Jubiläumstreffer – Canes weiterhin nicht konstant

Die Hälfte der Qualifikationsspiele haben die Canes absolviert. Weiterhin bekundet die Equipe von GM Weber vor allem Probleme mit dem Verhindern von Toren. Mit 128 Gegentreffern aus  42 Partien rangiert man ganz am Schluss der Liga. Auch die Offensivabteilung lahmt zurzeit. Einzig Eric und Jordan Staal scoren regelmässig, aber dahinter klemmt es gewaltig. Das Boxplay ist maximal Durchschnitt und in Überzahl spielt man zu verkrampft oder versiebt reihenweise Chancen aus aussichtsreicher Position.

Die Mannschaft hat sich noch nicht gefunden und die Automatismen sind noch nicht vorhanden. Zudem ist die Angriffsauslösung suboptimal; zu viele Scheiben gehen schon beim Spielaufbau unnötig verloren. Die Torhüter sind Licht und Schatten. Alle vier bis anhin eingesetzten Schlussmänner strahlen nicht die notwendige Ruhe aus.

Die Saison sollte man noch nicht ganz abhaken, aber es braucht schon einen riesigen Energieschub damit die Playoffs noch erreicht werden könnten. GM Weber wird wohl mit kleinen Korrekturen versuchen eine Verbesserung zu erzielen; aber Wunder sollte man keine erwarten.

Der Transfermarkt ist trockner als die Wüste Gobi – also auch hier kann man kaum noch was Vernünftiges erreichen.

Geduld bringt Rosen oder eben Punkte. Man wird sowieso nicht auf Teufel komm raus sämtliche Wege neu definieren; der Draft 2013 hat schliesslich einige vielversprechende Talente zu vergeben, und die Ausgangslage kann man sich während der Saison erarbeiten.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Sidekick Part 16 – Puck Stibitzen (05.12.2012)



Eine Seuche geht um!

Es ist eine der widerlichsten Unsitten der Liga. Wie eine Seuche hat sich diese schleichend verbreitet und zerfrisst die Spielkultur. Spieler mutieren zu Puckkleptomanen; zu abartigen Wesen auf Kufen. Wie gierige Tiere, getrieben von bösen Dämonen, die hirnlos handeln ohne Rücksicht auf Verluste.

Es gibt Equipen die eine Abfangquote von beinahe 100% bewerkstelligen. Jeder Trainer, jeder realen Mannschaft hätte die wahrste Freude – weiss aber auch das dies ein Ding der Unmöglichkeit ist. Nur wer sich in den Gefilden von EASports bewegt, kann es begreifen; und merkt dann schnell, dass es nur ein Traum war.

Eines ist sicher, die Canes werden sich dieser Unsitte nicht anschliessen. Die bösen Geister werden keinen Eintritt finden in die Spielphilosophie der Reilgh-Equipe.

Donnerstag, 29. November 2012

Sidekick Part 15 – Staal Trio sorgt für Aufwind (30.11.2012)



Canes verpflichten dritten Sta(r/al)-Spieler und holen Downie für Clutterbuck


Die Canes haben eine sanfte Strukturänderung vorgenommen. Brad Richards wurde in einem Handstreich zu den Wild transferiert; als Gegenleistung konnte man einen der besten Defensivverteidiger, keinen geringeren als Marc Staal, an Land ziehen. In den Deal waren noch weitere Spieler verwickelt, nämlich Travis Hamovic und Jordan Schmaltz welche ebenfalls nach Minnesota abgegeben wurden sowie Chris Kunitz der neu für die Raleighequipe aufläuft. GM Weber hat somit im Angriff weniger Feuerkraft zur Verfügung mit dem Zuzug des Firstline-Defender aber die Abwehr verstärkt und stabilisiert; eine grosse Notwendigkeit wenn man den Gegentorschnitt betrachtet. Bei den Canes sorgen ohnehin die Staal Brothers für die Punkte, da war Richards nur im Weg, zudem wurde der Center nie richtig Glücklich. In einem zweiten Deal konnte man Cal Clutterbuck doch noch endlich abschieden. Die Jets zeigten grosses Interesse am etwas lahmen Stürmer mit Grobmotorik und boten den Canes Steve Downie als Gegenleistung an. Ein solches Angebot wurde natürlich mit Handkuss angenommen.

Seit diesen Rochaden läuft es den Canes wieder besser und sie haben die letzten 3 Partien allesamt gewonnen, 2 davon sogar zu 0 Gegentore. Justin Peters, eigentlich als Nummer drei vorgesehen, etabliert sich von Spiel zu Spiel zu einem sicheren Rückhalt. Nummer 1 Keeper Ward laboriert immer noch an einer Verletzung herum (genaueres war nicht zu erfahren – Hand? Adduktoren? Ellbogen? ) und Craig Anderson steht beim Coaching Staff nicht sonderlich hoch im Kurs, also bekam Peters die Chance und nutzte diese umgehend. Cam Ward wird gegen Mitte Dezember auf dem Eis zurück erwartet.

Montag, 5. November 2012

Sidekick Part 14 – Durchhaltewillen wider Willen (05.11.2012)

Der Faden wird nicht reissen!


Erstaunlich wie ruhig es in Raleigh ist. Die Canes haben ihren miserabelsten Saisonstart unter der Führung von GM Weber hingelegt. 22 Spiele und nur 12 Punkte. Die Offensive verdient ihren Namen nicht und Hinten ist man grosszügig wie eine polnische Hafenhure an Weihnachten. Bei manch einem anderen Team wäre Feuer im Dach und man würde Mordio und Teufel schreien, weshalb der Trainer noch nicht gefeuert wurde. Der Geduldsfaden wird nicht reissen. Egal was auch passiert, da müssen die Spieler und der Staff durch. Im schlimmsten Fall wird man Letzter, weiter nach Unten geht’s ja nicht. Auch Transfers kommen nicht in Frage. Es spielt keine Rolle wer agiert, es könnte auch eine Usbekische B-Auswahl auflaufen, es würde sich nichts ändern. Solange man spielt wie ein pickliger 13 Jähriger bei seinem ersten Date, wird es nicht besser. Dazu kommt, die Torhüter sind schlimmer als der ärgste Dünnschiss. Reihenweise lassen die 4 Maskenmänner alles rein was Schwarz und aus Hartgummi ist. Die Abwehr sammelt unter gütiger Mithilfe von EASports Strafen wie ein vier Jähriger Paninibilder. Die Stürmer versammeln jede Chance, schlimmer als Alex Frei zu seinen schlechtesten Zeiten.

Jetzt gibt es nur noch eines; der Heiler muss her! Dr. Saul L. Miller wird in Kürze in Raleigh eintreffen und sich der Angelegenheit annehmen. Der renommierte Sportpsychologe und Magier ist eine Option.

Sollte dies keine Früchte tragen wird noch Mike Shiva eingeflogen. Gerüchte die besagen, dass Chad LaRose nun um Mitternacht bei Vollmond am Freitag den 13. Schafe schlachtet und Opfert sind unbestätigt, könnte aber in Anbetracht der Situation durchaus hilfreich sein.

Sie sehen also, es wird alles Unternommen, aber der Faden wird nicht reissen!