Samstag, 10. Mai 2014

Sidekick Part 40 – Bilanz ¼-Finale vs Rangers (10.05.14)



Fehlende Substanz und Kadertiefe – Rangers setzen sich mit 4-2 durch

Man roch an der Sensation. Doch schlussendlich reichte es nicht. Die Rangers waren eine Nummer zu Gross für die Canes konnten sich nicht mehr steigern. Spätestens nach dem 2. Sieg der Canes zum zwischenzeitlichen Ausgleich der Serie war den Rangers klar, dass es kein Spaziergang geben würde. Über sechs Spiele mussten Sie gehen und teilweise das wohl beste Playoff Hockey auspacken. Die Raleigh Truppe verstand es den Aufbau des Gegners zeitweise geschickt zu zerstören und mit einigen wenigen Nadelstichen jeweils gefährlich vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen. Aber die Aktionen waren zu selten und auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Fehlendes Abschlusspech konnte man nicht attestieren; eher die letzte Konzentration im Abschluss oder der letzte genaue Pass zum Mitspieler.

Die Rangers spielten konstant stark und liessen sich nur schwer überwinden. Trotzdem mussten sie das Eis zweimal als Verlierer verlassen, eine gute Quote für die Canes und GM Weber. Waren die Rangers in der Regular Season das Mass der Dinge und hatten eine Unglaubliche Siegesquote.

Das Perfekte Game lieferten die Canes beim 2:1 Sieg in Game 4 ab. Man liess dem Gegner nur wenig Raum und räumte im eigenen Slot rigoros auf. Die Rangers konnten nicht das gewohnte Spiel aufziehen. Der Siegestreffer der Canes fiel zwar erst in der letzten Minute, als Florek von einem Wechselfehler der Rangers profitieren konnte und 1 gegen 0 auf den Schlussmann losziehen konnte. Eiskalt verlud er den Hüter und netzte ein. Die PNC Arena stand Kopf! Ein Tollhaus und extrem guter Support der Fans.

Justin Florek im Interview nach dem Gamewinner gegen die Rangers












In Spiel 5 stand man gut im Spiel. Jedoch verlor man im Mitteldrittel die Zweikämpfe und lag 1:3 hinten. Der Anschlusstreffer durch Josi in der 55. Minute zum 3:4 kam zu einem günstigen Zeitpunkt. Aber man konnte sich nicht nochmals steigern und musste mit diesem einen Tor Unterschied das Spiel abgeben. Mit dem Serienstand von 3:2 für die Rangers reiste man zurück ins heimische Stadion.

Game 6 – die Luft war irgendwie draussen. Es wollte nichts gelingen. Gerademal 8 Schüsse brachte man auf den Schlussmann der Gäste. Die Rangers feuerten in derselben Zeit 25-mal ab. Der Druck war zu gross um befreit aufspielen zu können.

GM Weber tobte an der Bande ab, aber seine Spieler konnten keine Steigerung an den Tag legen. Zum Schluss musste auch er einsehen, dass gegen den gewieften Gegner am Knüppel kein Kraut gewachsen war. Erneut musste sich dieser mit Bugs und Tricks zu helfen wissen um das 7. Spiel und somit höchste Alarmstufe aus dem Weg zu gehen. Die Canes hätten jeden anderen Gegner in der Serie um die letzten 4 lieber gehabt als die Rangers.

Bereits wurde die erste Kadermutation bekannt gegeben. Pierre-Luc Letourneau-Leblonde wechselt ablösefrei zu den Tampa Bay Lightning. Der Grinder hatte in der abgelaufenen Saison kein Spiel in der obersten Liga absolviert und kam nur in den Farmteams zum Einsatz. 

Letourneau-Leblond bei seiner Lieblingbeschäftigung - ab sofort im Kader der Lightning















Ob GM Weber, wie in den vergangenen Jahren an der A-WM im Coaching Staff der Norweger sein wird, ist noch ungewiss. Der Norwegische Verband möchte den gewieften Taktiker gerne im Boot in Minks haben. GM Weber liess aber durchsickern, dass er nach der lange Saison inklusive Olympiateilnahme ausgebrannt sei.

Der Entscheid fällt kommende Woche. Sicher wird GM Weber zuerst mit allen 36 im Kader stehend Spielern das Gespräch um die Zukunft führen; wie er dies immer tut und tat. Anschliessend werden die Spieler in die Ferien beordert und Anfangs Juli zum Training wieder erwartet.

Von den verbleibenden 36 Spielern haben 18 einen weiterlaufenden Vertrag von mindestens einer Saison. Davon 2 Torhüter, 7 Defender und 9 Stürmer. Der Draft 2014 steht ebenfalls an. Die Canes besitzen 2 Erstrundenziehrechte der mittleren Kategorie.

Sollte GM Weber nicht nach Minsk reisen, werden ausgiebige Ferien in Schottland anstehen; so wie er es immer tut und tat.

Wir bleiben dran und werden, sobald etwas wichtiges sich Ereignet, wieder auf dieser Plattform kommunizieren.

Schöne Golfferien sind angesagt.

Samstag, 3. Mai 2014

Sidekick Part 39 – Zwischenbilanz ¼-Finale vs Rangers (03.05.14)



3 Spiele absolviert; es steht „nur“ 2:1 für die Rangers!

Schon fast sensationell steht die Serie nur 2:1. Die Canes konnten Spiel 2 im Garden mit 3:2 nach Verlängerung für sich entscheiden. Matt Cullen traf in der 76. Minute für seine Farben. Bereits in Game 1 konnten die Canes mithalten; verloren zum Schluss mit 5:4 Toren. Die Moral war insbesondere in Game 1 sehr hoch. Man lag zwischenzeitlich mit 2:5 zurück. Dank Toren von Lindholm (57.) und Kunyk (59.) schnupperte man an der Sensation. Doch die Tore kamen zu spät und die Rangers konnten den Sieg einfahren.

Ganz anders in Game 3. Vor ausverkauftem Haus in der PNC Arena zu Raleigh verlor man mit 0:5. Auf der Seite der Rangers konnte Frans Nielsen glatt 4 Öfen markieren. „Nielsen war überall – der wäre sogar als Goalie durchgegangen“ meinte GM Weber nach dem Spiel trocken. „Abhaken und nach vorne schauen, Nielsen wird im nächsten Spiel Checks fressen müssen, das ist sicher. Eine Aufgabe für einen meinen Rollenspieler“ ergänze der GM der Canes weiter. „Ungeschoren wird er die Platte nicht verlassen, Schmerzen sind sicher“ führte er weiter aus. Es war sehr auffällig wie die Rangers gewillt waren, den Patzer aus Game 2 auszubügeln. GM Samu spielte dabei mit vielen Tricks und Bugs. Es zeigt, dass die Rangers massiv nervös sind. Ein scheitern gegen den krassen Underdog aus North Carolina käme einer Bankrotterklärung der Organisation aus Big Appel gleich. Mal für mal zog der Gegenknüppler den Hüter der Canes von der Linie und netzte ein, oder drehte den Stock derweil herum, dass es jedem normalen Spieler den Stock inklusive Handgelenkknochen zerberstet hätte. Nielsen spielte dabei in mindestens 2 Reihen und teilweise sogar als Verteidiger. Nur als Torhüter spielte er eben nicht – aber als 3. Mann im Torraum beinahe wie einer. Es ist zwar nicht gänzlich Verboten (das Regelwerk ist in dieser Hinsicht zu schwammig) aber als Sportsmann dies auszunutzen ist wohl kaum notwendig. Angst!?

Solche Spiele können eine Serie kippen; aber auf welche Seite wird sich erst noch zeigen müssen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Canes kein zweites Mal abschlachten lassen. „Die Moral ist weiterhin sehr hoch – vielleicht sogar höher als wenn wir knapp unterlegen wären, und wir sind heiss auf die nächsten Spiele. Die Fans werden uns tragen.“ sagte Alternative Captain Ruutu nach dem verloren Spiel in Raleigh. „Wir werden eine andere Equipe sehen, eine welche wie in der ersten Runde den Gegner vom Eis checken wird“ ergänzte er weiter. Man darf gerne bei den Stars nachfragen wie dies ist.

Es bleibt die Antwort auf dem Eis zu geben.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Sidekick Part 38 – 1. Runde Playoffs 2014 überstanden (01.05.14)



Canes erreichen endlich mal wieder die zweite Runde – 4:1 Seriensieg gegen die Stars und nehmen Revanche für die letztjährige Pleite.

Vorneweg ein dickes Kompliment an die Stars. Die Resultate der Spiele zeigen nur die halbe Wahrheit. GM Mitri hat sich toll ins Zeug gelegt und war immer ein brandgefährlicher Gegenspieler. Wir wünschen schöne Golfferien und freuen uns auf ein Wiedersehen im Spätherbst zur neuen Saison.

Vor der Serie haben die Experten keine gleiche Meinung gehabt. Es war auch schwierig, trennten die beiden Equipen auch nur wenige 10 Punkte und 1 Tabellenplatz. Dallas wurde als leichter Favorit betitelt. GM Weber hatte grossen Respekt vor GM Mitri. In der Regular Season mussten sich die Canes von den Stars 3 Mal besiegen lassen; nur ein Mal konnte man den Sieg nach Raleigh holen.

Die Playoffs jedoch haben ein anderes Gesicht der Canes gezeigt. Kompromisslos wurden die Angreifer des Gegners angegangen. Jeder Check wurde gnadenlos zu Ende gefahren. Dies zeigt insbesondere die geringe Schusszahl, welche die Stars jeweils auf den Schlussmann Andersen abfeuern konnten. Zudem mussten die Schüsse aus teilweise ungünstiger Position abgegeben werden. Das Transition Game der Canes, also das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive gelang ausgezeichnet. Einzig in Game 3, welches die Stars knapp für sich entscheiden konnte, funktionierte es nicht. Immer wieder konnte man ein Überzahlspiel schaffen und so gefährliche Aktionen kreieren. In den ersten beiden Spielen konnte man auch Treffer in wichtigen Momenten den Spiel erzielen. Teilweise aus Abprallern oder Puck Verlusten des Gegners beim Spielaufbau in der eigenen Zone.

Erfreulich für GM Weber, dass nicht nur die Paradelinie mit den Staal-Brothers und Semin scorten, sondern auch die übrigen Linien konnte sich einige Tore gutschreiben lassen. Da sei wichtig, erwähnte GM Weber an der Schlusskonferenz nach Game 5. Man kann Playoffs nicht mit einer Linie überleben. Semin mit 3 Toren und 4 Assists ist bis jetzt der fleissigste Punktesammler. Dich dahinter steht mit 4 Toren und einem Assist der Rookie Lindholm; die Playoff Entdeckung! Die Partien haben Kraft gekostet. Die Canes werden die Zeit bis zur nächsten Runde nutzen um sich zu regenerieren. 

Elias Lindholm - Vollstrecker!

















Was jetzt kommt ist Zugabe, liess GM Weber verlauten. Unter den letzten Acht zu stehen sei schon ein Erfolg. Man sei sich dies bewusst, werde jedes Spiel geniessen und versuchen so lange als möglich in der Serie drin zu bleiben und den Gegner versuchen zu ärgern. Nächster Gegner werden die Rangers sein. Der Ligakrösus mit einer exorbitanten Mannschaft und einem gewieften GM am Knüppel. Eine Überraschung ist doch eher ausgeschlossen – vorher finden in Nordkorea demokratische Wahlen statt. Die Wettbüros jedenfalls geben den Rangers eine 1:1 Quote; Wetten also aussichtslos. Die Canes wiederum haben mit einer 1:96 Quote die höchste seit vielen Jahren in einer 2. Runde. GM Weber hat angekündigt, er werde demnach ein Monatssalär auf seine Equipe setzen, ob ein Wettbüro diese Summe annimmt bleibt offen.

GM Mitri gab am Rande der Pressekonferenz nach dem letzten Spiel noch ein Statement ab. Anbei in „O-Ton“ sein Fazit zur Serie: NO COMMENT. Schade, wir hätten gerne eine ausführlichere Analyse bekommen.