Canes im Wellental des Erfolges – Playoffs
2013 vs Dallas Stars
Man
hat bis kurz vor Ende der Regular Saison mit einem Duell gegen die Canadiens
gerechnet. Aber es kommt meist anders als man denkt, und so stehen die Canes
nun als 14. Platzierter den Stars aus Dallas gegenüber. Wie kam es dazu?
Bereits
Mitte der Saison, wurde das Team aus Washington, wegen Verstoss gegen die
Lizenzauflagen, von den Playoffs ausgeschlossen. Kurz vor Ende der regulären
Spielzeit erwischte es dann auch noch der Topfavorit aus Buffalo. Das Team
wurde kurzerhand aus der Rangierung genommen, wegen nicht Einhaltung der
vorgegeben Anzahl Spiele, und so rutschte das Team aus Raleigh auf den 14.
Schlussrang vor.
Zum 1/8-Final Gegner aus Texas
Das
von GM Mitri gelenkte Team erreichte beachtliche 118 Punkte aus 80
Saisonspielen. Auf der Torhüterposition steht mit Kari Lehtonen ein Mann mit
enormer Erfahrung. Der 30 Jährige Finne lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Seine Statistiken sprechen zwar nicht unbedingt für Ihn, aber dieser
Schlussmann dreht in der entscheidenden Phasen der Saison stets auf. Als Backup
stehen Ellis und Bernier bereit; keine schlechte Ausgangslage also. Die Defensive
ist sicherlich das Prunkstück des Teams. Mir Markov, Tyutin und Paul Martin
stehen Felsen auf dem Gletscher. Aber auch die weiteren Verteidiger müssen sich
nicht verstecken; Morris und Dillon wie auch Daley sind solide Recken der
oberen Hubraumklasse und mit dem jungen und motivierten Nikitin steht eine
alternative bereit welche auf Einsätze brennt.
Im
Angriff verfügen die Stars über einen hervorragenden Teamleader; Vince
Lecavalier. Der alte Haudegen hat manche heissen Spiele auf dem Buckel. Zudem
verfügt der Kader mit weiteren Spielern wie Eberle, Michalek, Krejci ans last
but not least Ryan Nugent-Hopkins über ein enormes Feuerpotenzial. Es gilt
diese Spieler in Schach zu halten.
Die Canes – Playoff Kader 12/13
Gelinde
gesagt ein Haufen von Banditen und glorreichen Hallunken. Der Kader ist wohl
der miserabelste aller Zeiten – aber nur auf dem Papier.
Das
Torhütertandem wird von Cam Ward und Justin Peters sicherstellen. Ward der die
ganze Saison mit Verletzungen zu kämpfen hatten, nie richtig in Form kam, will
einiges gut machen, muss einiges gut machen. Peters, der Backup mit
Starterpotenzial, ist heiss auf Einsätze – kann der Keeper den Unterschied
ausmachen?
In
der Verteidigung vertraut GM Weber auf die Erfahrenheit von Joni Pitkänen, Marc
Staal, Marek Zidlicky und Jay Harrison. Dazu kommen mit Roman Josi und Ryan
Murphy zwei junge Backs hinzu, welche mit ihrer frechen und frischen Art immer
wieder Impulse geben können. Der Angriff ist das schwächste Element. Mit Eric
und Jordan Staal sowie Alex Semin stehen zwar 3 Sniper mit hohem Torriecher im
Lineup, aber was dahinter kommt ist eher Zweitware als Playoff tauglich. Gerade
Mal noch Ruutu, Joel Ward und Chad LaRose, alle schon in die Jahre gekommen,
verfügen über einigermassen ansprechende Skills. Dahinter laufen 2 komplette
Linien auf, welche bei jedem anderen Team höchstens zu Teileinsätzen kommen
würden. Darunter hat es zwar mit Chris Terry und Daniel Bang Frischlinge der
jüngsten Sorte – aber Playoff ist anderes Gewässer als irgendein
Saisonspielchen unter Freunden auf dem gefrorenen See.
Bilanz / Chancen für die Canes
Die
Buchmacher geben den Hurricanes wenig bis keine Chance. Die Quoten auf einen
Einzug ins Viertelfinale stehen bei 1:12, diejenige auf einen Gewinn des Pokals
bei 1:160.
Nur
wenn GM Weber seine Jungs richtig einstellen kann und die notwendigen Impulse
geben kann, haben sie einen Hauch einer Chance. Der entscheidende Faktor wird
es sein, den Kopf nicht zu verlieren, solides Handwerk abzuliefern und vor dem gegnerischen
Netz die Kaltblütigkeit aufzubringen, welche es bei solchen Spielen bzw Serien
braucht. In der Abwehr einfaches und schnörkelloses Hockey zu zelebrieren. Bei
kritischen Situationen die richtige Entscheidung treffen – es kann auch mal ein
Icing sein. Schönwetterhockey für die Galerie ist nun nicht mehr gefordert,
sondern Einsatz und Kampf vom ersten bis zum letzten Bully. Grosse Teams haben
in der Vergangenheit nicht durch schnörkelspiel oder Galleriehockey von sich
reden gemacht, sondern mittels gelebter Leidenschaft und Herzblut.
AUF
JETZT CANES – GO 4 IT!! WOOOOHOOOO!!
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